Die nächsten Heimspiele

Dienstag, 23.01.2018

  • 4. Herren - TUSEM Essen III (19:00 Uhr, TH Ackerstr.)
  • 9. Herren - DJK Essen-Dellwig III (19:00 Uhr, TH am Wasserturm)

Freitag, 26.01.2018

  • 5. Herren - TTV DJK Altenessen IV (19:00 Uhr, TH am Wasserturm)
  • 8. Herren - TTV DSJ Stoppenberg IV (19:00 Uhr, TH am Wasserturm)
  • 7. Herren - TV 1877 e.V. Essen-Kupferdreh IV (19:00 Uhr, TH Ackerstr.)

Samstag, 27.01.2018

  • 2. Schüler A - TUSEM Essen III (14:00 Uhr, TH am Wasserturm)
  • 1. Herren - Kempener Leichtathletik-Club e.V. I (18:30 Uhr, TH am Wasserturm)

Sonntag, 28.01.2018

  • 2. Herren - VfB Kirchhellen I (11:00 Uhr, TH am Wasserturm)

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Mannschaft - 02.02.2002

Glosse: Urkunde trotz Bierbauch?

Von Jens Knetsch

Gut, ich habe sie auch schon mal bekommen. Mittlerweile sind sie vergilbt und liegen in irgendeiner Ecke im Schrank. Beim genauen überlegen, weiß ich schon gar nicht mehr, in welchem Schrank sie sich überhaupt befinden. Gut, ich gebe zu, es ist wirklich eine Zeit lang her, dass ich die letzte bekommen habe, schließlich war auch ich mal gut. O.k. sagen wir, der Ansatz war wenigstens zu erkennen.
Mittlerweile hat ein Wechsel stattgefunden: Der Ansatz zur TT-Spielkunst ist dem Bierbauchansatz gewichen. Dennoch gibt es sie, die mich an „gute Zeiten“ erinnern: Die guten alten Urkunden. In der Jugend noch heiß begehrt und zahlreich erhalten, erwecken sie heute kaum noch mein Interesse. Liegt es etwa daran, dass ich keine mehr gewinne, frage ich mich, als ich plötzlich mehrere Urkunden in unserem Tischtennis-Materialschrank finde. So so, ein zweiter und dritter Platz bei der internen Vereinsmeisterschaft … mhm… nicht schlecht. Leider trägt keine der Urkunden meinen Namen. Wäre mir bestimmt auch wieder eingefallen, wenn ich mal was außer „Ostereiern“ gewonnen hätte.
Nun gut, denke ich. Nimm sie an dich, und verteile sie an die Kollegen, die sich dafür abgerackert haben. Voller Stolz gehe ich auf die Mitspieler zu und übereiche die Exemplare, als hätte ich sie selber gekauft und geschrieben. „Die sind ja von der letzten Vereinsmeisterschaft“, schreit mir einer entgegen. Ich erröte. Sichtlich beschämt möchte ich am liebsten im Erdboden versinken. Hätt´ ich diese Dinger doch nicht an mich genommen. Das ist nun der Dank. „Sei doch froh, besser als nie“, hätte ich sagen sollen, doch es fiel mir nicht ein. Was bleibt ist ein fader Nachgeschmack. Und wieder fallen mir tausend Fragen ein. Lässt man sich immer so viel Zeit mit der Übergabe von Pokalen und Urkunden? Verjähren die nicht irgendwann? Und überhaupt - brauchen Erwachsene noch Urkunden?

Mir kann es ja egal sein – ich gewinne sowieso nichts mehr. Ich bin nur froh, mich für den Bierbauchansatz entschieden zu haben. So habe ich wenigstens ein Problemchen weniger…